„Binge“ ist Tyler Oakleys erstes Buch, das am 20. Oktober 2015 veröffentlicht wurde. Auffällig ist vor allem das ausgefallene Cover des Buches. Nominiert wurde es für einen Goodreads Choice Award der Kategorie „Best Humor“.

Das Buch ist eine Autobiographie und reiht sich damit in das (verständlicherweise) beliebteste Genre unter den YouTubern ein. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat sein YouTube Channel ca. 8 Millionen Abonnenten, und damit genau so viele potenzielle Käufer.

In „Binge“ werden zwar auch für nicht-Zuschauer interessante Themen angesprochen, wie Stereotypen und die LGBTQ+ Community, doch größten Teils fokussiert es sich dem Genre entsprechend auf Tylers Werdegang. Es bringt dich der Person Tyler Oakley auf jeden Fall näher, und wenn man dieses Vorhaben verfolgt und daran interessiert ist, dann kann „Binge“ bestimmt sehr unterhaltend sein. Doch an manchen Stellen fehlt einfach ein bisschen mehr Anschub, ein bisschen Witz. An einigen Stellen wirkte das Buch sehr schwermütig auf mich, obwohl das bestimmt nicht gewollt war, denn schließlich geht es gerade in diesen Kapiteln darum, dass auch Rückschläge und scheinbar schlechte Umstände dich nicht auf dem Weg zum Erfolg abhalten können.

Der Schreibstil liest sich ausnahmslos flüssig. Die Kapitel hätten für meinen Geschmack etwas kürzer sein können, und auch das System hinter der Reihenfolge der geschilderten Erlebnisse blieb mir bis zuletzt ein Rätsel.