Shane Dawson, Director, Schauspieler, Comedian und YouTuber, veröffentlichte am 10. März 2015 sein autobiografisches Buch „I hate myselfie“. Das Buch war nominiert für den Goodreads Choice Award Best Humor.

Die Handlung des Buches ist nicht fortlaufen, da es sich um mehrere Essays handelt, die alle unabhängig von einander sind und nicht aufeinander aufbauen. Die einzelnen Essays sollen das Bild um Shanes Auftreten im Internet ergänzen, denn wie er selbst im Vorwort sagt, gefällt ihm nicht wie er sich selbst darstellt.

Das Buch ist äußerst unterhaltsam und kurzweilig, selbst wenn man  Shane nicht auf seinen socialmedia Kanälen folgt, und damit kein Bild hat, das ergänzt werden könnte. Die Essays erzählen sowohl von Alltagssituationen, wie auch von Situationen, die nur ein YouTuber erleben wird. Egal zu welcher Kategorie das Essay zählt es ist immer wunderbar unterhaltsam. Shane berichtet sehr aufrichtig von einigen seiner seltsamen Angewohnheiten und verstörenden Gedanken, auf eine Art die nicht zu gewollt wirkt und ihn irgendwie sympatisch macht – auch wenn er davon erzählt, wie er sich vorstellt die Gesichter seiner Freunde als Fleischmasken zutragen…

Der Schreibstil ist natürlich kein hochliterarischer Erguss, aber trotzdem leserlich. Längere Dialoge werden in einer Art Drama-Stil wiedergegeben, ohne Zwischenrede und Hinweise des Erzählers. Auch das häufige Miteinfließen von Umgangssprache stört nur selten. Auch als nicht-Muttersprachler lässt sich den (auf englisch verfassten) Essays gut folgen.

Obwohl das ganze eine Autobiografie ist wirkt es nicht selbstverherrlichend, oder Mitleid erhaschend. Es ist auch keines Falls trocken, oder auf der Stelle tretend. Es ist ein drolliges Buch, das dir für 8,99€ einiges an Unterhaltung zu bieten hat.