Trau dich! Da wird es irgendetwas geben, das du schon immer tun wolltest, aber noch nicht getan hast. Vielleicht, weil du glaubst es sei noch nicht der richtige Zeitpunkt. Weil du dich noch nicht bereit fühlst. Weil du Angst davor hast, was dein Umfeld darüber sagen wird. Wenn du auf ein Zeichen wartest – das ist es. Und wenn du nicht darauf wartest, ist es trotzdem hier.

Ich habe in den letzten Wochen mit vielen Menschen gesprochen. Einige davon sind mir erst begegnet, andere kenne ich schon jahrelang. Und während dieser Gespräche viel mir auf, dass die meisten dieser Menschen in irgendeiner Weise unzufrieden sind. Damit meine ich nicht unbedingt ihren Beruf, oder ihre Beziehung, manchmal ist es nur die Wohnsituation, oder ihre Freizeitgestaltung. Sie wollen etwas ändern, aber sie tun es nicht. Sie warten darauf, dass der richtige Augenblick für eine Veränderung kommt.

Die Wahrheit ist, es gibt keinen.

Veränderungen sind immer schwierig, immer anstrengend. Wenn etwas neu und aufregend ist, dann kostet es uns häufig auch Kraft. Es gibt keinen Moment auf den du warten musst, um etwas neues anzufangen, das du wirklich willst. Ich sage nicht, kündige deinen Job und deine Lebensversicherung, um dir von diesem Geld ein Flugticket nach Indien zu kaufen, und dort als Stepptänzer berühmt zu werden – während du noch nicht einmal steppen kannst. Aber was hält dich davon ab einen Kurs zu besuchen?

Das liebe Geld? Es wäre verblendet zu behaupten, dass Geld keine Rolle spielt. Es spielt nämlich die größte Rolle, die es zu spielen gibt. Aber mit sorgfältiger Planung, Vorbereitung und genügend Willenskraft lassen sich die meisten Dinge auch mit kleinem Budget schaffen. Vielleicht kannst du nicht morgen schon zu deiner Weltreise aufbrechen. Aber du kannst genau jetzt mit der Recherche und der Planung beginnen, ein Sparkonto anlegen und in deinen Jackentaschen nach Kleingeld suchen.

Wir haben so wenig Zeit, wir sollten versuchen, das Beste aus ihr zu machen.

Das bedeutet nicht, dass man Reich und Berühmt sein muss. Vielleicht erlebst du die besten Moment in einer kleinen Wohnung, in deiner Lieblings Stadt mit der richtigen Person. Seine Träume zu verwirklichen, sich zu trauen, dem näher zukommen, was man wirklich will, das bedeutet nicht, sich nur auf die riesigen Dinge zu konzentrieren. Sondern auch auf die ganz kleinen, wie ein Wiedersehen mit alten Freunden, das zu einer wunderbaren Erinnerung wird.

Nicht alles was du gerne hättest, wird wahr werden. Vermutlich wirst du öfter scheitern, als erfolgreich sein. Aber das spielt keine Rolle. Denn wenn es der Versuch war, der für dich gezählt hat, dann hast du es trotzdem geschafft. Wenn es der Erfolg ist, der zählt, dann musst du es nur weiter versuchen. Vielleicht musst du deinen Traum ein wenig abändern, oder offener sein für Alternativen. Es kann jedoch auch sein, dass du deinen Traum los lassen musst, wenn er dich unglücklich macht. Denn manchmal erkennen wir erst, wenn wir mittendrin stecken, dass das hier nicht das Richtige ist. Etwas loslassen, bedeutet nicht aufgeben. Es bedeutet, dass man erkennt, wann man das meiste aus einer Sache herausgeholt hat – Erfahrung, Freude, Inspiration – diese Dinge bei sich behält und all die negativen Dinge, die drohen auf dich hereinzubrechen los zulassen.

Trau dich, das zu tun, was dich glücklich macht.
Was es auch sein mag, und wie lang es auch dauert.

Wieso erzähle ich dir das? Bin ich nicht ein bisschen jung für solche Weisheiten?
Vermutlich schon. Aber ich habe ein unglaubliches Umfeld, das mich bei all meinen Versuchen, Träumen und Plänen immer unterstützt hat. Ich habe die Einstellung, dass es besser ist von Plan A auf Plan B umzuschwenken, da man es zumindest versucht hat, in die Wiege gelegt bekommen. Auch das ich an meinem Plan festhalten soll, egal was meine Umwelt mir sagt, hat man mir früh beigebracht.

Eine Person, die mir sehr nahe steht, hat diese Einstellung nicht. Sie hat einen Traum, der harte Arbeit abverlangt, aber nicht unmöglich ist. Sie besitzt die Fähigkeiten diesen Traum wahr werden zu lassen. Doch sie traut es sich nicht zu. Sie hat furchtbare Angst zu scheitern. Und zusehen, dass manche Menschen freiwillig einen Weg wählen, der sie unzufrieden machen wird, erinnert mich daran, dass nicht jeder mit denselben Werten groß geworden ist wie ich. Vielleicht erreiche ich irgendwen, der dadurch an dem festhält, was er sich wünscht und es sich erkämpft. Vielleicht auch scheitert und dann aufsteht und einen neuen Traum wahr macht. Weil jeder für sein Glück selbstverantwortlich ist.