Meiner Meinung nach sind diese phantastischen Prequels momentan im Kino zu finden, denn phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ist einfach – ja, phantastisch.

Ich werde diesen Artikel Spoiler frei halten, vage meine Meinung sagen, und ein paar meiner Gedanken mit euch teilen, ohne irgendwelche spezifischen Handlungspunkte, oder Chararakterentwicklung zu benennen. 😉

Ich bin zwar keine Filmkritikerin, aber ein großer Harry Potter Fan – alles was ich kritisiere wird also von diesem Standpunkt aus geschehen.

Wie man schon aus dem ersten Satz entnehmen kann: Der Film war großartig. Ein kleiner Teil meiner Begeisterung ist wohl immer noch dem Hype geschuldet, der in mir aufquillt seit der Film angekündigt wurde. Der große Teil kommt daher, dass der Film einfach wirklich gut war.

Ich habe „the cursed child“ (das Theaterstück) gelesen, leider noch nicht gesehen, und im Vergleich dazu war phantastische Tierwesen viel besser! Ich mochte the cursed child, aber es hat sich einfach nicht nach J. K. Rowling angefühlt, und auch die Handlung war mir an manchen Stellen einfach zu seltsam. J. K. hat das Stück eben nur korrigiert, hat beraten und ausgeholfen, aber sie hat es nicht geschrieben. Und das spürt man.  Das Skript zu phantastische Tierwesen hat sie jedoch geschrieben. Natürlich haben viele Leute zum Film beigetragen, aber die Charaktere, die Handlung, die Dialoge wurden alle von J. K. Rowling geschrieben. Und damit wird unser Blick auf die magische Welt von J. K. Rowling um die Eindrücke von New York in den goldenen 20ern bereichert. Es fühlt sich großartig, wesentlich authentischer an als Cursed Child.

Ich würde sogar sagen, phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ist besser als die Harry Potter Filme. Denn es ist ein Film, der von Anfang an darauf ausgelegt war ein Film zu sein. Es ist nicht ein Skript von einem anderen Autor von einem Buch geschrieben von J. K. Rowling, es ist ein Film geschrieben von ihr. Versteht mich nicht falsch, ich liebe die Harry Potter Filme, aber phantastische Tierwesen hat eine Menge Vorteile ihnen gegenüber. Denn in den Harry Potter Filmen fehlen Dinge, wie ganze Handlungsstränge und Details aus den Büchern, die nötig wären, um die ganze Geschichte zu verstehen, die vielen kleinen Stränge zusehen, die alles verknüpfen und um das Gefühl, dass die Bücher bescheren, auch die Filme übermitteln zu lassen. Doch es sind zwei komplett verschiedene Medien, Bücher und Filme, und deswegen verstehe und akzeptiere ich, dass manche Dinge auf der Strecke bleiben, wenn ein Buch auf die Leinwand gebracht wird.
Aber bei phantastische Tierwesen gibt es nichts was auf der Strecke bleibt, da es von Beginn an als Film konzeptioniert war!

Nächster Punkt: die Schauspieler. Die Schauspielerei ist durchweg sehr gut. Eddie Redmayne, welcher Newt Scamander den Hauptcharakter spielt, ist total niedlich und bringt den tierlieben Forscher absolut glaubwürdig auf die Leinwand. Katherine Waterston und Alison Sudol als Tina und Queenie waren toll – und man bemerkt kein einziges Mal, dass es Alisons erste große Filmrolle ist. Dan Ogler als Jacob ist liebenswürdig und lustig, die Rolle ist sehr ausgewogen und wird nie zu sehr ins lächerliche gezogen.

Einige Teile der Handlung waren vorhersehbar, andere waren es nicht. Selbst in Momenten in denen man ahnt was passiert, kann man sich doch nicht ganz sicher sein wie, warum, oder wann. Deshalb sind auch  diese Stellen nicht zäh, oder langweilig.

Ich lege sehr großen Wert auf die Filmmusik und die Musik in phantastische Tierwesen ist bezaubernd! Es hat eine andere Aura als die Potter Filme, aber das sollte es auch. Es ist einfach… die 20er.

Die visuellen Effekte waren phantastisch! Die Wesen waren – phantastisch! Doch ein paar Charaktere wurden durch CGI hinzugefügt, und das wirkte sehr irritierend. Ich finde, sie hätten – wie in den Harry Potter Filmen – Schauspieler dafür buchen sollen, und special effects Makeup verwenden.

Das wars für dieses Spoiler-freie Review
Habt eine wunderschöne Woche!
~ Seitenkind