Es ist beinahe unvermeidlich: Man liest und auf einmal ist da diese tiefe Verbindung zwischen dir und dieser fiktiven Welt mit all ihren Figuren. Du willst deine Freude, deine Angst, deine Trauer mit irgendwem teilen. Du willst verrückte Theorien aufstellen und jeden Satz überanalysieren. Du willst stundenlang dein Lieblings Pairing shippen – und das ohne verurteilt zu werden.

Dann gibt es den einen Ort für dich: dein Fandom. Die riesige Gruppe, die sich alle mit diesem Buch (oder Film, oder Serie, oder…) verbunden fühlen, sich ihre Gedanken machen und sie teilen wollen. Auf jeder Socialmedia-Seite kannst du dein Fandom finden. Du wirst immer jemanden finden, der dieselbe Meinung hat wie du. Und jemanden, der sie nicht hat. Ein Fandom zu haben bedeutet auch, schneller neue Freunde zu finden. Wieso? Weil ihr dieselbe Interesse habt, genügend Gesprächsstoff und vielleicht sogar den ein oder anderen Insiderwitz, den nur das Fandom versteht. Außerdem gehst du deinen Freunden, die das Buch nicht gelesen haben, nur noch halb so sehr auf die Nerven – schließlich hast du jetzt jemandem, mit dem du über diese Dinge reden kannst und der sie auch tatsächlich hören will.

Gerade für Menschen, die in ihrem Freundeskreis niemandem haben, der zum Fandom gehört, ist es schön zu wissen, dass man nicht allein und nicht seltsam ist, dass es da draußen noch andere gibt, die finden das Draco und Hermione ein wesentlich besseres Paar als Ron und Hermione abgeben würden. (Es ist einfach so.)

In den meisten Fandoms bringt man sich unglaublich viel Unterstützung entgegen. Vor allem, wenn es um Fanfiktions oder Fanart geht. Bei einer Schreibblockade wendet man sich am besten direkt an das Fandom, die einen garantiert motivieren können weiter zu schreiben.

Mal abgesehen vom persönlichen Mehrwert, bringt das Fandom auch einen beachtlichen Mehrwert für die Geschichte. Hunderte, manchmal tausende von Menschen machen sich Gedanken und ergänzen die Geschichte mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen von Dingen die außerhalb der Storyline passiert sein könnten.

Es macht einfach viel mehr Spaß, wenn man jemanden hat, um sich austauschen zu können. Jemanden, der die Liebe zu einer fiktiven Welt mit all ihren Figuren teilt.